Erfahrungsbericht zum Fastenwandern im Schwarzwald

Erfahrungsbericht zum Fastenwandern im Schwarzwald

Ich sitze im Auto, die Frühlingssonne erwärmt mich durch die Glasscheine, im Radio sing Sarah Connor „Das Leben ist schön“ und ich lächle…

Fastenwandern im Schwarzwald

Diesen Tag erwarte ich seit Monaten – heute beginnt meine Fastenwandern Woche im Schwarzwald. Die herrliche Natur, die Ruhe, die neuen Leute in der Gruppe und vor allem das Seminar von Nicole Kimmel vom Erlebnisfasten – unsere Fastenwander Begleitung – lassen mir keine Minute Ruhe vor Vorfreude. Trotz all der Jahre Erfahrung bin ich total gespannt wie dieses Mal die Fastenwoche sein wird.

Unterkunft Hotel am BachUm 15 Uhr bin ich endlich im Hotel am Bach in Hinterzarten. Kurz das Zimmer beziehen und schnell zum Seminarraum. Ich bin so neugierig, die „Neuen“ in der Gruppe kennenzulernen. Unsere Fastenleiterin Nicole begrüßt uns und erklärt uns den Ablauf der Fastenwoche. Alles ist wunderbar, bis auf eine Sache, die wir an diesem Abend erledigen müssen – die Darmreinigung. Das ist sehr wichtig, da auf diese Art und Weise der Darm und der Körper auf die bevorstehende Zeit ohne Nahrung vorbereitet wird. Was muss – muss sein… Ich freue mich auf den ersten Abend im Hotel und einen erholsamen festen Schlaf im Schwarzwald.

Der erste Morgen in der Fastenwoche

Am nächsten Morgen wache sehr früh auf, ich bin erholt und sehr gut gelaunt. Die Sonne scheint und verspricht mir einen wahnsinnig schönen Tag. Kurz nach 7 Uhr beginnen wir alle zusammen mit einem Aufwachtraining – unserer Morgengymnastik, die den Kreislauf in Schwung und die Muskulatur in Form bringt. Anschließend genießen wir unseren ersten Tee – zubereitet von unserer Gastgeberin im Hotel. Selbstverständlich ist der Tee aus selbst gesammelten Kräutern.

Pause beim Fastenwandern auf dem Bildstein am SchluchseeDanach starten wir mit unserer ersten Wandertour zu den schönsten Punkten des Schwarzwaldes. Am ersten Tag ist eine Wandertour von circa 2 Stunden geplant. Wir wandern durch herrliche grünen Wiesen und Wäldern, genießen die Sonne, lachen und unterhalten uns – vor Hunger und schlechter Laune keine Spur.

Die Vorteile des Fastenwanderns

Das Gute für mich an so einer Fastenwoche ist das Gefühl frei zu sein – frei von jeglicher Verantwortung, frei in der Natur zu wandern, frei von zusätzlichem Gewicht und Ballast, was man tagtäglich mit sich trägt. Die neu gewonnene Kraft und die positive Auswirkung auf die Psyche und auf den Körper, sind Effekte, von denen ich lange nach der Fastenwoche profitiere. Dazu das Fastenwandern, also die aktive Bewegung in der Natur und das entspannte Beisamensein mit Gleichgesinnten wecken in mir neue Lebensenergie und Lust auf Neues, Lust auf Veränderung und auf das Leben. Auch wenn ich schon mehrmals beim Fastenwandern von Erlebnisfasten dabei war, entdecke ich jedes Mal etwas Neues dabei, das die Lebensgeister in mir weckt.

Tagesablauf der Woche beim Fastenwandern

Nach der ersten Wanderung verbringe ich den Nachmittag im Zimmer. Für mich als ein sehr aktiver Mensch war es schwer, mir zu gestehen, dass mir diese Ruhe am Nachmittag sehr gut gefallen und gutgetan hat. Augen zu, an nichts denken und genießen.

Gemeinsame Stärkung in der FastenwocheAm Abend kommt unser Highligh des Tages – unsere frisch zubereitete Gemüsebrühe. Ich bin jedes Mal erstaunt, wie gut eine einfache Brühe aus Tomaten, Kartoffeln und Karotten schmecken kann.

Der erste Tag der Fastenwandern Woche ist fast zu Ende und ich merke – es fühlt sich großartig an. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, die neue Gruppe ist auch klasse und freue mich über die nächsten Tage. Zufrieden und glücklich gehe ich früh schlafen.

Tag 2  – das kleine Tief

Leider ist der nächste Morgen nicht so glücklich wie der Abend davor. Ich wache mit starken Kopfschmerzen und wackligen Beinen auf. Leider kenne ich das auch – die ersten 2 Tage sind bei mir ziemlich anstrengend. Es ist nicht so viel das Hungergefühl, viel mehr machen mir die Kopfschmerzen zu schaffen. Dazu ein Schwindelgefühl, dass ich kaum auf den Beinen stehen kann. Unsere Fastenleiterin hilft mir aber super weiter – ein Glas Saft und einen warmen Tee mit Honig tun ihr Bestes. Nach 1-2 Stunden geht es mir besser und ich freue mich auf unsere erste längere Tour – es geht nach Titisee – ein schöner See in der malerischen Umgebung des Schwarzwaldes und des Feldbergs.

Mehr Energie und tolle Erlebnisse

Die nächsten Tage vergehen leider viel zu schnell. Mir geht es blendend, ich verspüre eine Energie, dass ich Bäume ausreißen könnte. Wir sind zu den schönsten Plätzen im Schwarzwald gewandert, ich habe neue Yoga Übungen erlernt, einen Pilzsammelkurs gemacht und mich ordentlich mit neuer positiver Energie aufgeladen. Ach ja, und 3 Kilo leichter bin ich auch!

Und dann ist schon der letzte Abend. Eine leichte Traurigkeit baut sich in mir auf. Aber das vergeht wieder schnell – ich habe wieder mal sehr nette Menschen kennen und lieben gelernt, ich habe meinen Energietank aufgeladen, meine Laune ist auf dem höchsten Niveau und ich bin sicher – ich werde wiederkommen. Ich bin Nicole und dem Fastenwandern im Schwarzwald verfallen!

2018-01-23T13:26:51+00:00 Mai 19th, 2016|Urlaub in den Bergen|0 Kommentare